Zebras trauern um verstorbenen Vizemeister-Torwart Manfred Manglitz

Ein ganz Großer der Geschichte des MSV Duisburg ist von uns gegangen. Torhüter Manfred Manglitz verstarb am Montag, 13. Juli 2026, nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren. Volker Baumann, Vorsitzender des MSV Museum e.V. und treuer Freund von Manglitz nimmt in einem persönlichen Nachruf Abschied

Und wieder geht ein Vizemeister, Manfred Manglitz ist tot.

Ein Nachruf von Volker Baumann

Ich habe Manfred oder „der Lange“ oder „Cassius“, wie er genannt wurde, im Oktober 2017 persönlich kennen gelernt. Wir vom Museum nutzten die Gelegenheit, als Manfred zu einem Länderspiel nach Köln eingeladen wurde. Kurzerhand luden wir ihn nach Duisburg ein. 

Wir haben uns auf Anhieb verstanden und waren seitdem im ständigen Kontakt. Nach fast jedem MSV-Spiel haben wir miteinander telefoniert und uns über das Spiel ausgetauscht. Er hat sich auch immer wieder nach den Zebras erkundigt. Wir durften ihn zu seinem 80. Geburtstag besuchen, was eine sehr große Ehre für uns war. Zusammen mit Edeltraud und Michael Bella hatten wir ein sehr schönes Wochenende in Spanien. Im letzten Jahr haben wir dann den „Langen“ zum 85. Geburtstag überrascht Es war sehr schön zu sehen, wie er sich über unseren Besuch und auch das mitgebrachte Trikot vom MSV gefreut hat. Ich verliere mit Manfred einen besonderen Freund, der mir immer in Erinnerung bleiben wird. 

Mach et jut, Cassius, und halte da oben die Hütte sauber.

Manfred Manglitz wurde am 8. März 1940 in Köln geboren, und spielte von 1961 bis 1963 für Bayer 04 Leverkusen, mit denen er 1962 in die Fußball-Oberliga West aufstieg. Von 1963 bis 1971 spielte er als Torwart in der Bundesliga, zunächst für den Meidericher SV, nach dessen Umbenennung 1967 für den MSV Duisburg. Für die Zebras absolvierte er 192 Spiele und wurde 1964 mit dem Meidericher SV deutscher Vizemeister.

Sein historischer Moment: Er war der erste Torhüter, der in der Bundesliga ein Tor erzielte – im Juni 1967 per Elfmeter zum 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Er trug den Spitznamen „Cassius" wegen seines großen Mundwerks.

Danach wechselte er zum 1. FC Köln. Insgesamt kam er auf 257 Bundesligaspiele. 

Von 1965 bis 1970 war er für die Nationalmannschaft aktiv und nahm an der WM 1970 in Mexiko teil, bei der die Mannschaft den dritten Platz belegte – dreimal stand er zudem als Torhüter im DFB-Pokalfinale.

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