ZebraTalente | „Die Arbeit hält mich jung“: NLZ-Leiter Uwe Schubert im Interview

Immer weiter, immer weiter! Der Spielverein hat den Vertrag mit unserem erfolgreichen NLZ-Leiter Uwe Schubert (natürlich) verlängert. Zum Auftakt der neuen Saison haben wir mit Uwe über Veränderungen und Ziele bei den ZebraTalenten gesprochen.

Herzlichen Glückwunsch zur Verlängerung, Uwe. Du bist jetzt seit über 20 Jahren NLZ-Leiter bei unserem Spielverein und gehst jetzt in die nächste Saison. Was ist das Besondere für Dich an deiner Arbeit und an diesem Verein, dass du immer weiter machst? 

„Danke für die Glückwunsche und ein besonderer Dank auch an Michael Preetz und den neuen Vorstand unter Dirk Broska für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Als NLZ-Leiter sind die Aufgaben vielschichtig, umfangreich, interessant, teilweise auch stressig. Aber das hält mich dann auch jung, und ich habe immer wieder Freude, mich für neue Aufgaben neu zu motivieren. Wir haben uns als NLZ einen guten Ruf, auch über NRW hinaus, erarbeitet, woran die vielen wichtigen und fleißigen Mitarbeiter, in unserem NLZ einen großen Anteil haben."

Wie bewertest du die vergangene NLZ-Saison? 

Mit Laurenz Jennissen haben wir es wieder geschafft, einen Jungen für die Profis zu entwickeln, was unsere Hauptaufgabe ist. An dieser Stelle auch großen Respekt an unseren Torwarttrainer Timo Ridderbusch. Ansonsten haben wir im Leistungsbereich eine gute, stabile Saison gespielt. Es geht um Ausbildung. Leider verlassen uns auch einige Spieler in Richtung NachwuchsLeistungsZentren der ersten Liga.  Durch die Erhöhung der Ausbildungsentschädigungen können wir damit eigentlich ganz gut umgehen, auch wenn ich die Spieler liebend gerne bei uns behalten hätte. "

Ihr habt in den Trainerstäben ein Veränderungen vorgenommen. Was erhoffst du dir davon? 

„Zuerst möchte ich einmal betonen, dass ich immer langfristig mit Trainern und Mitarbeitern arbeiten möchte. Es lässt sich aber nicht immer vermeiden, dass auch Trainer Wünsche haben und dass Trainer sich verändern möchten. Unsere Aufgabe, meine Aufgabe, ist es, Trainer zu entwickeln, was uns in der Vergangenheit auch immer wieder gelungen ist. Da sind die jungen Trainer oftmals ungeduldig und wollen den nächsten Schritt sofort gehen.“ 

Mit Uwe Speidel gibt es jetzt einen Coach, der explizit auch für die Verzahnung und den Austausch zwischen Profis und NLZ verantwortlich ist. Wie sieht die Zusammenarbeit aus? 

"Aus meiner Sicht ist die Zusammenarbeit sehr gut. Wir sind im ständigen Austausch. Uwe besucht auch unsere Spiele, und danach tauschen wir uns aus. Jetzt gilt es, die Spieler zu identifizieren, die regelmäßig mit den Profis trainieren oder in kleinen Gruppentrainings beziehungsweise bei individuellen Trainingseinheiten bei den Profis dabei sein können. Voraussetzung dafür ist aber auch, dass die Jungs in den jeweiligen Mannschaften, U19 und U17, mit Leistung vorweggehen. Momentan ist Reda Haddou ‚oben‘ im Training. Da habe ich das Feedback bekommen, dass der Junge sich sehr gut macht.“ 

Unsere U19 ist am Wochenende mit einem Sieg in die nächste Runde des DFB-Pokals eingezogen. Wie hast du das Spiel gesehen? 

„Erst einmal war das für die Jungs ein Riesenerlebnis. Wir konnten mit einer Übernachtung und einem Sieg in Bamberg starten. Ich habe über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gesehen, besonders in der ersten Halbzeit. Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet und auch noch einen Elfmeter verschossen. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir uns Chancen erspielt, waren aber nicht mehr so zielstrebig. Das war vielleicht auch den Temperaturen und dem Spielstand geschuldet. "

Was sagst du zu dem Los Energie Cottbus für die nächste Runde? 

„Mit Energie Cottbus erwartet uns ein Gegner, der im Nordosten eine gute Adresse in der Fußballausbildung und im NLZ-Bereich ist. Ich freue mich auf das Heimspiel. Ich glaube, die Jungs werden alles reinwerfen."

Welche Ziele gibt es für die kommende Spielzeit? 

„Wir hätten in allen Bereichen noch besser individuell ausbilden können: technisch, taktisch und auch im athletischen Bereich. Wir werden also mehr in Gruppen arbeiten müssen. Wir möchten einfach daran anknüpfen, was wir in vergangenen Saisons als Defizite ausgemacht haben, und unsere Stärken weiter ausspielen. Ich glaube, das wird sich dann auch auf Strecke und nicht nur kurzfristig in den Ergebnissen widerspiegeln. Wenn es uns dann gelingt, vielleicht den einen oder anderen Spieler, der, wie in diesem Jahr, von größeren NLZ abgeworben werden soll oder wird, im NLZ zu halten, dann ist das, glaube ich, eine gemeinschaftliche Aufgabe aller Trainer und Mitarbeiter. 

Am Sonntag, 9. August 2026, starten unsere A-Junioren in die DFB-Nachwuchsliga. Um 11 Uhr ist Anstoß beim FC Schalke 04. Die B-Junioren testen am Samstag, 8. August 2026, in Nijmegen, bevor auch für sie in der kommenden Woche das erste Pflichtspiel ansteht.