Bittere 1:3-Niederlage in Zwickau: Stimmen und Stimmung

Mit vier Veränderungen in der Startelf und ohne den gesperrten Arne Sicker gingen unsere Zebras in die Partie am Dienstag, 26. Januar 2021, beim FSV Zwickau. Gegen den Tabellen-Fünfzehnten reichte es jedoch nicht für einen Punktgewinn. Die Hausherren entschieden die Partie mit 3:1 (3:0) für sich.

Von Beginn an war der FSV die spielbestimmende Mannschaft und ging früh nach einem Kopfball von Steffen Nkansah in Führung (4.). Beim MSV klappte derweil eher wenig. Kapitän Moritz Stoppelkamp, heute wieder in der Startformation, probierte es deshalb einige Male aus der Distanz (32., 33., 43.). Nach einem Schröter-Sprint über das halbe Spielfeld erhöhte Zwickau auf 2:0 (35.).

"Die Art und Weise, wie wir die Gegentore in der ersten Hälfte kassiert haben, passt zu unserer Tabellensituation. Vor dem 2:0 müssen wir einfach taktisch foulen, um dieses dumme Tor nicht zu kriegen. Wie wir defensiv geschlagen worden sind, ist viel zu einfach und billig", analysierte Stoppel.

Noch vor der Pause schnürte Schrötermittels Distanzschusseinen Doppelpack (41.). Auch MSV-Cheftrainer Gino Lettieri war mit dem Auftritt der Zebras unzufrieden: "Wir haben keine Präsenz gezeigt und auch die Laufbereitschaft fehlte. Was den Abstiegskampf ausmacht, zu kämpfen und sich in jeden Zweikampf zu werfen, ließen wir ebenfalls vermissen. Wenig bis gar nichts von dem, was wir vor dem Spiel mit den Jungs besprochen hatten haben sie umgesetzt. In jeder Aktion war Zwickau einen Schritt eher am Ball."

Joe Enochs, Coach des FSV Zwickau, sah die erste Hälfte ebenfalls als wegweisend: "Meine Mannschaft hat in allen Belangen einen klasse ersten Durchgang absolviert. Wir haben uns gute Chancen herausgearbeitet und diese genutzt. In der Defensive standen wir sehr stabil und haben den Duisburgern kaum etwas angeboten. Rundum ein starkter Auftritt."

Den einzigen kurzen Moment der Freude lieferte Julian Hettwer mit dem 3:1-Anschlusstreffer in der 56. Minute. Nach einer Flanke des eingwechselten Lukas Scepanik ließenzwei Zwickauer Verteidiger den Ball passieren, sodass der 17-jährige Stümer aus kurzer Distanz nur noch einschieben muste, um sein erstes Profitor zu markieren. Erst scheiterte Stefan Velkov in der Schlussviertelstunde mit einem Pfostenschuss, ehe weitere Chancen durch Hettwer (83.) und nochmals Velkov (90. +1) unvollendet blieben.

"Hätten wir in den ersten 45 Minuten so gespielt, wie wir es in den Zweiten getan haben, dann hätten wir hier einen anderen Spielverlauf gesehen. Gegen Lübeck müssen drei Punkte her", resümierte Lettieri, der aber auch weiß, dass es für diesen Auftritt "kein Schönreden" geben kann.

Am Sonntag, 31. Januar 2021, kommt der VfB Lübeck als Gast in die schauinsland-reisen-arena. Zum Abschluss des Januars geht es noch einmal um sehr wichtige Punkte. 

 

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