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DFB-Pokal: „Es tut mir jetzt schon für die Duisburger leid“

In der ersten Pokalhauptrunde zieht es die Zebras zum TuS Dassendorf. Die Norddeutschen sind nicht ohne.

Auf jeden Fall sind die Hamburger mutig und mit einer Prise Humor ausgestattet. „Fakt: Der MSV wird nicht Pokalsieger 2019“, kommentierte der TuS die Auslosung auf seiner Facebook-Seite.

Und Stürmer Maximilian Dietrich gibt sich gegenüber „Amateur Fußball Hamburg“ forsch: „Es tut mir jetzt schon für die Duisburger leid. Denn nach der ersten Runde ist dann Schluss. Es wird sicher kein Selbstgänger für den MSV. Wir haben große Qualität in der Mannschaft.“

Das steht bei einem Team, das zuletzt fünfmal in Folge Meister der Hamburg-Liga geworden ist, außer Frage. Und deshalb nehmen die Zebras den Gegner aus der Oberliga, der sich mit einem 2:0-Finalsieg über den TSV Nienstedt zum zweiten Mal für den DFB-Pokal qualifiziert hat (vor 18 Jahren 0:5 gegen Unterhaching), auch sehr, sehr ernst.

„Wir freuen uns auf unsere Pokal-Tour in Norden“, verdeutlicht Trainer Ilia Gruev, „und werden natürlich auch diese Aufgabe absolut seriös angehen, um den Zuschauern guten Fußball zu bieten und am Ende in die 2. Runde einzuziehen.“ Dass die „Macher“ des TuS mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben zeigt schon die Tatsache, dass sie trotz der fünf Serientitel in der Hamburger Oberliga stets auf das Aufstiegsrecht in die Regionalliga verzichtet haben.

Gruevs Gegenüber heißt Elard Ostermann (36 Profieinsätze für den HSV und Bochum) und ist zu dieser Saison neu an der Seitenlinie im Stadion am Wendelweg. Ostermann zeigt sich nur bedingt happy und hegt großen Respekt vor den Meiderichern. „Es gibt sicherlich attraktivere Lose“, ahnt der Coach, hofft aber: „Vielleicht erwischen wir ja einen guten Tag.“ Gespielt wird am Wochenende 17. – 20. August 2018.

Der MSV-Cheftrainer freut sich jedenfalls über die Auslosung, die dem MSV 116 Jahre nach seiner Gründung noch mal einen neuen Kontrahenten, der seit 1948 kickt, beschert. „Ich mag den Pokal, weil diese Alles-oder-Nichts-Duelle immer einen ganz besonderen Reiz haben. Zudem zeichnen sich die Spiele bei den kleineren Vereinen stets durch eine familiäre Herzlichkeit aus“, sagt Gruev. „Ich bin sicher, das wird auch beim TuS Dassendorf der Fall sein.“

Apropos Stadion – ob die Anhänger der Zebras einen neuen Groundhopper-Punkt verbuchen können, ist noch offen. Dassendorf dürften die wenigsten schon in ihrer Sammlung haben, auch das Norderstedter Edmund Plambeck-Stadion, das den Anforderungen des DFB genügt und als Ausweichort im Gespräch ist, fehlt gewiss den meisten.

Und dann wäre als Ausweichquartier noch die Lübecker Lohmühle möglich – genau: dort starteten die Zebras 2010 mit einem 2:0 beim VfB Lübeck bis ins Finale von Berlin. Und Fakt ist: 2011 wurde der Meidericher Spielverein Pokalsieger der Herzen!