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Ingo Wald: „Froh, dass wir keine Kopie, sondern ein Original haben!“

In den letzten Tagen tauchen sie auf, die Heckenschützen, die auf den MSV zielen. Präsident Ingo Wald zur Kritik an Ivo Grlic.

„Das, was wir in diesen Tagen über Ivo lesen, ist, ehrlich gesagt, in Teilen eine Frechheit. Spieler, die einmal das Trikot des MSV getragen haben, jetzt aber weit weg vom Verein sind, nutzen unsere Schwächephase, um auf sich aufmerksam zu machen. Und leider geben ihnen manche Medien auch noch unreflektiert Raum dazu“, sagt MSV-Präsident Ingo Wald. „Von den Medien selbst erfahren wir die Kritik in einer solchen, teils persönlich ehrabschneidenden Schärfe, nicht.“ Ehemalige Spieler des MSV meinen, in der sportlich zugegeben komplizierten Situation an Sportdirektor Ivo Grlic Kritik üben zu müssen.

Wald ist gleichwohl klar, dass „nach diesem Halbjahr Kritik kommt und auch notwendig ist. Aber zu versuchen, aus unserem Team beim MSV einen, nämlich Ivo, jetzt zu demontieren, zeigt erstens mangelnden Sachverstand, wie der MSV funktioniert, und zweitens einen schwachen Charakter. Ich werde mich vor jeden unserer Mitarbeiter stellen und ihn verteidigen, und einen wie Ivo mit seiner akribischen und logischen Arbeit, mit der von ihm aufgestellten Struktur im sportlichen Bereich, erst recht“, verdeutlicht Wald und macht klar: „Ich bin verdammt froh, dass wir keine Kopie von irgendeinem xbeliebigen Sportdirektor haben, sondern ein Original!“

Natürlich sei Sorge angesichts Tabellenplatz 16 berechtigt, natürlich „sind auch wir alles andere als glücklich mit der Situation“, gibt Wald zu. „Wer uns mit konstruktiver Kritik unterstützen will, ist gerne gesehen und willkommen. Wer sich aber auf Kosten des MSV – und wer einen Mitarbeiter angreift, der greift den ganzen Club an! –ins Gespräch wofür auch immer bringen will, der kann mir, um es im Ruhrpottdeutsch zu sagen: gestohlen bleiben!“

„Die letzten vier Niederlagen haben uns alle nicht gefallen, und wir werden den Teufel tun, irgendwelche Durchhalteparolen in die Welt zu setzen“, sagt Wald. „Schönfärberei war noch nie mein Ding. Wir werden arbeiten, so wie wir das auch in guten Tagen getan haben, und zwar gemeinsam! Ich stelle aber auch fest, dass wir nach dem Start mit zwei Punkten aus den ersten acht Spielen nach dem Trainerwechsel auf Torsten Lieberknecht zur Winterpause das geschafft haben, was unser – zugegeben – Minimalziel war: den Anschluss zu schaffen und eine Basis zu legen, den Klassenerhalt in der zweiten Saisonhälfte zu packen. Das können wir, wenn weiter alle an einem Strang ziehen: vor allem die Spieler, wir Verantwortliche, und natürlich auch die Fans, wohlwissend, dass wir ihnen in den neun Heimspielen der Hinrunde mit acht Niederlagen viel zu viel zugemutet haben.“

Der MSV-Präsident zum Abschluss: „Um es noch einmal klar zu sagen: wir haben in den vergangenen Jahren in dieser Konstellation die Grundlage dafür geschaffen, dass es den MSV überhaupt weiter gibt, und wir werden auch in dieser Konstellation weiter für eine erfolgreiche Gegenwart und Zukunft arbeiten!“